RITTER SPORT IM RAMPENLICHT

Boykott-Aufrufe gegen Schokoladenhersteller Ritter Sport, 17.05.2022
(C) twitter.com

Ritter Sport hat sich Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben und vermarktet damit seine Schokoladenquadrate sehr erfolgreich. Seit 2019 ist die Produktion am Standort Waldenbuch klimaneutral. Seit diesem Jahr kompensiert Ritter Sport bislang unvermeidbare CO2-Emissionen mit Zertifikaten für Aufforstungen der 1.200 Hektar großen eigenen Kakaofarm El Cacao in Nicaragua. Bis 2025 soll die Klimaneutralität vollständig erreicht werden. Rund 70 Prozent des Kakaos stammen aus den eigenen Kakaoprogrammen. Um neue Märkte zu erschließen, erweiterte der Konzern für einige Zeit sein Sortiment um Bio-Schokoladen. Das floppte, weil Verbraucher und Verbraucherinnen nicht bereit waren, einen höheren Preis für Bio zu zahlen. Die Bio-Quadrate sind verschwunden. Stattdessen setzt die Firma weiter auf Palmöl und Plastikverpackungen. Doch dann kam der Ukrainekrieg und der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, twitterte Ende März: "Quadratisch. Praktisch. Blut", weil Ritter Sport ihr Geschäft in Russland weiterlaufen lässt. An ihrem Gesamtumsatz macht das Russland-Geschäft etwa zehn Prozent aus. Nach ersten Boykottaufrufen verkündete Ritter Sport, dass die Firma weiterhin Schokolade an die russische Bevölkerung liefern will, um Arbeitsplätze und die Lebensgrundlage von vielen Kakaobauernfamilien zu sichern. Investitionen und Werbung habe man eingestellt, teilte Ritter Sport in einem Statement mit. Ritter Sport sicherte zu, den Gewinn aus dem laufenden Russlandgeschäft an humanitäre Hilfsorganisationen zu spenden. Aber warum soll man einer Firma blind vertrauen, die ihre Gewinne nie öffentlich ausweist? Die Menschen in der Ukraine benötigen jetzt Hilfe und nicht erst dann, wenn das Unternehmen in etwa einem Jahr seine Bilanz gezogen hat. Produkte einer Schokoladenmarke, die mit einem Krieg in Verbindung steht, wollen wohl die wenigsten im Einkaufskorb haben. Unser Boykott richtet sich jedoch weiterhin gegen Nestlé (Kitkat), Mondelēz (Milka) und Unilever (Magnum), nicht gegen Ritter Sport. Übrigens findet man immer öfter Tony's Chocolonely neben den Quadraten, wie wäre es also mit "sklavenfreier" Schokolade als Alternative?

STORCK, NON MERCI

Boykott von Süßwarenkonzern STORCK, 18.02.2022
(C) eatnoshit.de

Jeder kennt die Süßwaren, die von STORCK produziert werden: nimm2, Dickmanns, merci Schokolade, Atemgold, Werthers echte, Toffifee, um nur einige zu nennen. Da konnte man bisher mit gutem Gewissen zugreifen. Das hat sich leider geändert. Der Konzern plant, sein Werk in Halle (Westfalen) zu erweitern und dafür 70.000 Quadratmeter gesunden und artenreichen Mischwald zu roden, um noch mehr Zuckerzeugs in noch kürzerer Zeit produzieren zu können! Der Steinhausener Wald handelt es sich um einen ökologisch intakten Lebensraum, in dem viele geschützte Vogelarten vorkommen. Fridays For Future (FFF) Halle protestiert gegen die Pläne von STORCK und hat ein Klimacamp im Steinhausener Wald organisiert. Für ein Unternehmen welches mit Werten und Traditionen wirbt, ist es skandalös in Zeiten der Klimakrise, intakte Natur für reinen Profit zu zerstören. Am 6. Januar hat STORCK bereits 300 Bäume unter massivem personellen Einsatz gerodet, obwohl das Unternehmen noch im Herbst verkündet hatte, den Wald nicht räumen zu lassen. Im Oktober 2021 hatte FFF Halle eine online-Petition gestartet unter dem Motto #StorckStoppen, in der Hoffnung mit einer Vielzahl weiterer Stimmen gegen die geplante Naturzerstörung STORCK doch noch zum Umdenken zu bringen. Mit einer Unterschrift unter die Petition von FFF versichert man dem Unternehmen: "Wenn der STORCK-Konzern den Steinhausener Wald rodet, kaufe und konsumiere ich keine STORCK Produkte mehr. Der Erhalt eines wertvollen Waldes ist mir wichtiger als Lachgummi, nimm2, Knoppers und Co". Wir von Boycott International Food Companies schliessen uns diesem Boykottaufruf an!

SCHLIESST DIE TIERFABRIKEN

Fleischgigant Tönnies erhält Preis für Herzlosigkeit, 03.01.2022
(C) Campact.de

Das Fleischimperium Tönnies erhielt dieser Tage einen Preis, über den sich der Konzern nicht freuen dürfte: den "Preis der Herzlosigkeit" 2021, verliehen vom Deutsche Tierschutzbüro. Die Begründung für die Entscheidung war, dass kaum ein anderes Unternehmen so sehr von der Massentierhaltung profitiert, wie Tönnies. Knapp 20 Millionen Schweine tötet das Unternehmen pro Jahr. Alleine der Schlachthof am Hauptsitz der Firma in Rheda-Wiedenbrück hat eine Schlachtzulassung von bis zu 30.000 Tieren pro Tag. 2020 geriet Tönnies aufgrund eines Corona-Massenausbruchs in die Schlagzeilen und mit dem Konzern die schlechten Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie. Undurchsichtige Subunternehmer-Leiharbeit ist seit dem Corona-Skandal 2020 rechtlich nicht mehr in der Fleischindustrie erlaubt. Doch Recherchen von SAT.1 Investigativ (gesendet am 14.12.2021) zeigen, dass die alten Strukturen aktuell noch bestehen. Im Oktober 2019 blockierte die Aktionsgruppe "Tear down Tönnies", den Tönnies-Schlachthof in Kellinghusen. Knapp elf Stunden lang verhinderten sie so den regulären Schlachtbetrieb. Damit die Supermärkte Hackfleisch für ein paar Cent anbieten können, werden menschenunwürdige Bedingungen für die Beschäftigten in den Schlachtbetrieben in Kauf genommen. Ein Grund mehr, auf Fleisch zu verzichten.

BAYER VERLIERT DRITTE GLYPHOSATKLAGE

BAYER verliert erneut millionenschweren Glyphosatfall, 03.12.2021
(C) cbgnetwork.org

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern BAYER hat auch im dritten seiner US-Berufungs-verfahren wegen angeblicher Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat eine Schlappe kassiert. Das zuständige Gericht in San Francisco bestätigte am 9. August ein Urteil, wonach BAYER für Krebserkrankungen der Kläger Alberta und Alva Pilliod haften muss. BAYER muss den Pilliods nun 86,7 Millionen Dollar an Strafe und Schmerzensgeld zahlen. Sie hatten auf ihren Grundstücken über 30 Jahre lang das unter dem Produktnamen Round-Up vermarktete Glyphosat genutzt. BAYER hatte sich die Glyphosat-Klagen mit der 63 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Monsanto ins Haus geholt. Bislang hat der Konzern drei Prozesse in erster Instanz mit millionenschweren Schadenersatzzahlungen verloren und in zwei der Berufungs-verfahren Niederlagen erlitten - darunter im Fall des Klägers Edwin Hardeman. BAYER versucht das Urteil im Fall Hardeman vom Obersten US-Gerichtshof kippen zu lassen. Dennoch bildete der Konzern jüngst weitere Rückstellungen von 4,5 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit den Glyphosat-Klagen. Der Agro-Riese hatte versucht sich mit den insgesamt rund 125.000 Klägern in einer großen Lösung außergerichtlich zu einigen - doch im Mai 2021 ließ der zuständigen Richter die Vergleichsverhandlungen nach fast zwei Jahren Dauer platzen.

PROCTER AND GAMBLE IN FLAMMEN

Procter und Gamble - Komplize der Regenwald-Zerstörung, 18.11.2021
(C) ran.org

Die Schlagzeilen des Herbstes 2021 berichten von einer Klimakatastrophe nach der anderen - zunehmende Hurrikane im Golf von Mexiko, tödliche Überschwemmungen in Deutschland, heftige Waldbrände in Kalifornien. Weiterhin zerstören massive Brände Indonesiens lebenswichtige Regenwälder, um Land für Rohstoffplantagen zu roden. Das Rainforest Action Network (RAN) hat Verbindungen zwischen großen Marken und Banken, darunter Procter und Gamble, Nestlé, Mondelēz, Unilever, großen asiatische Banken sowie die niederländische Bank ABN AMRO und der Zerstörung kritischer Lebensräume von Sumatra-Elefanten und Orang-Utans aufgedeckt. Die Komplizenschaft dieser Marken und Banken bei der Abholzung des Tiefland-Regenwaldes hängt mit ihren Beziehungen zur Royal Golden Eagle (RGE)-Gruppe zusammen, einem wichtigen Lieferanten von Palmöl. Die RGE Group ist ein großer Mischkonzern unter der Leitung des Milliardärs Mr. Sukanto Tanoto, der Millionen Hektar Land kontrolliert, das sowohl für die Zellstoff- als auch für die Palmölproduktion genutzt wird. Geschäfte mit Waldzerstörern und Rechtsverletzern machen Procter und Gamble mitschuldig. Mach mit und dränge P&G dazu die Royal Golden Eagle-Gruppe aus ihrer Lieferkette zu entfernen!

UNILEVER LOCKT KIDS MIT JUNKFOOD

Unilever: Junkfood Werbung für die Kids, 08.09.2021
(C) foodwatch.org

Egal, ob es die bunten Comicfiguren auf Cerealien sind, Zeichentrickkühe, die im Fernsehen für Pudding werben, oder Influencer im Netz: es sind in erster Linie Zuckerbomben und fettige Snacks. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Verbraucherorganisation Foodwatch, die kürzlich veröffentlicht wurde. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Verbraucherorganisation Foodwatch, die kürzlich veröffentlicht wurde. Demnach sind 85,5 Prozent der untersuchten für Kinder beworbenen Nahrungsmittel (242 von 283) nach Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht ausgewogen. Die untersuchten Produkte kamen von insgesamt 16 Lebensmittelkonzernen, die eine Selbstverpflichtung zum verantwortungsvollen Kindermarketing unterschrieben haben. Unilever und einige anderen Lebensmittelhersteller machen heute ausschließlich Werbung für ungesunde Kinderprodukte. Die Strategie der Bundesregierung durch Selbstverpflichtungen der Lebensmittelindustrie eine Reduktion von Zucker, Fett und Salz, sowie ein verantwortungsvolleres Kindermarketing zu erzielen, ist komplett gescheitert. Einzig Danone hat im Vergleich zur letzten Untersuchung vor sechs Jahren eine deutliche Reduktion ungesunder Kinderprodukte vorgenommen. Verwende die Buycott App um Produkte von Unilever zu boykottieren!

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